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Vererbung u. HAE Typen
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Bei allen Phänotypen werden die biochemischen und klinischen Merkmale autosomal dominant vererbt, und es wurden bislang bei allen Rassen und
schlechtern ausschliesslich heterozygote Individuen identifiziert.
Heterozygote Individuen Da alle HAE-Patienten heterozygot sind und damit alle ein normales Gen für C1-INH besitzen, müsste der Serumspiegel an funktionellem C1-INH eigentlich bei 50% der Norm liegen, wie das bei Heterozygotie bei den meisten bekannten erblichen Plasmaprotein-Defekten der Fall ist. Tatsächlich liegen die bei der "common form" (Typ 1) via Immunoassay oder bei der "variant form" (Typ 2) funktionell gemessenen C1-INH-Spiegel im Mittel mit 15-20% der Norm weit darunter. Man konnte jedoch zeigen, dass bei HAE-Patienten genau 50% der normalen Menge an C1-INH synthetisiert werden. Es wird daher angenommen, dass ein erhöhter turn over und nicht eine verminderte Sekretionsrate für das Absinken des C1-INH-Spiegel unter 50% verantwortlich ist.
Vermutlich ist eine gewisse Schwellenkonzentration des C1-INH im Plasma erforderlich, um eine unkontrollierte Aktivierung der Plasma-Homoöstase-Systeme zu verhindern. Unterhalb dieser kritischen Schwelle kommt es dann zu einer unkontrollierten gegenseitigen Aktivierung der Plasma-Homoöstase-Systeme mit übermässigem Verbrauch und Absinken der Konzentration des funktionellen C1-INH.
1986 wurde das Gen, welches für die Codierung des C1-INH verantwortlich ist am Chromosom 11 entdeckt. Bisher wurden über 60 Mutationen beschrieben, darunter beim Typ 1 Deletionen im Bereich Exon 4 bis 711. Die Neumutationsrate liegt bei 20%.
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